
In der Glasproduktion ist Wärme gleichbedeutend mit Geld. Wenn der Ofen für das Glätten, Biegen oder Schichten von Glas geöffnet wird, steigen die Energiekosten enorm an – außerdem wird die Temperaturgleichmäßigkeit beeinträchtigt. Dies zeigt sich in optischen Verzerrungen, Spannungen an den Rändern sowie in Ausschusswaren. Wir haben daher ein modulares Infrarotheizsystem entwickelt, das genau diesen Problemen entgegenwirkt. Statt großer Strahlungspaneele und ineffizienter Konvektionssysteme wird hier eine Heizquelle verwendet, deren Wärme gezielt gelenkt und kontrolliert werden kann.
Das Herzstück dieses Systems ist ein kompaktes NIR-Modul, das eine hohe Leistungsdichte bei schneller Reaktionszeit bietet. Die Quarzemitter liefern ein sauberes Spektrum, das zur Emittivität des Glases passt – dadurch wird die Energie gleichmäßig auf die Oberfläche des Glases abgegeben. Jedes Modul ist für 480 V Dreiphasenstrom geeignet und kann in verschiedenen Abständen angeordnet werden – 200 mm, 300 mm oder 400 mm. So kann die Heizzone genau an die jeweilige Bauteilgröße angepasst werden.
Wo es im Prozess notwendig ist, können Spitzenleistungen von bis zu 60 W/cm² erreicht werden. Das System zieht jedoch nur dann Strom, wenn der PLC dies anfordert. Die Zonekontrolle sorgt dafür, dass die thermischen Gradienten konstant bleiben – das ist besonders wichtig beim Biegen von Windschutzscheiben oder beim Glätten dünner Glasplatten.
Wie sieht das in der Praxis aus? Kürzere Produktionszyklen und weniger Ausschusswaren. Das System heizt nur dann, wenn es benötigt wird – dadurch werden unnötige Energieverluste vermieden. Bei Glättungslinien konnten wir eine Reduzierung der Energieverbrauch um 18–25 % im Vergleich zu älteren Strahlungssystemen feststellen, während die Produktionstempo konstant blieb.
Bei der Schichtung verringert die schnelle Erhitzung die Vorpresszeit und sorgt dafür, dass das Polymer stabil härtet. Das modulare Design ermöglicht es, die Komponenten ohne Umstellung der gesamten Anlage auszutauschen – dadurch sinken die Stillstandzeiten und die Betriebszeiten nehmen zu.
Achten Sie auf eine stabile Stromversorgung. Das System benötigt eine konstante Spannung sowie einen geeigneten Erdungspunkt. Zudem werden die Emitter sehr heiß – daher müssen Abstände sowie Kühlwege genau eingehalten werden. Passen Sie den Controller an Ihren vorhandenen PLC an – oder verwenden Sie unseren Controller. In jedem Fall sollten Grenzwerte für den Stromverbrauch festgelegt werden, damit das Licht weiterhin funktioniert und das Glas weiterhin verarbeitet werden kann.